BusinessPartner PBS

Neue Maßstäbe in allen Bereichen

Der „neue Kaut-Bullinger“ setzt Zeichen: Mit der offiziellen Eröffnung der umgestalteten Hauptfiliale am Marienplatz in der Münchner City am 11. September geht das Fachhandelsunternehmen neue Wege in der Kundenansprache.

Anstoßen auf den neuen Auftritt: Jürgen Diebold nach der Begrüßungsansprache im „neuen Kaut-Bullinger“
Anstoßen auf den neuen Auftritt: Jürgen Diebold nach der Begrüßungsansprache im „neuen Kaut-Bullinger“
Einrichtungsexperten (v.l.): Josef Kürner und Sabine Warkuss von Panzer Shopconcept und Chefplaner Reinold Reisinger
Einrichtungsexperten (v.l.): Josef Kürner und Sabine Warkuss von Panzer Shopconcept und Chefplaner Reinold Reisinger

Viele Händlerkollegen werden in den kommenden Wochen das dort entstandene Einrichtungskonzept genau studieren. Vorausgegangen für das umfangreiche Sanierungs- und Umgestaltungsprojekt am Kaut-Bullinger-Hauptsitz in der Münchner Rosenstraße, wo auf insgesamt fünf Etagen 2000 Quadratmeter Verkaufsfläche zur Verfügung stehen, waren eine detaillierte Marktstudie und Kundenbefragung, die grundlegende Erkenntnisse gebracht haben (siehe Kasten). Kernpunkt der umfassenden Baumaßnahmen im Erdgeschoss und in den beiden Obergeschossen war unter Einbeziehung moderner Store-Branding-Konzepte die Schaffung eines

einheitlichen Ladenbildes mit klarer Kundenführung. Entstanden sind innerhalb weniger Monate beeindruckende Präsentationsformen unter Berücksichtigung moderner Lichtkonzepte und Digital-Signage-Lösungen, wovon sich die mehr als 250 geladenen Gäste bei der Eröffnungsfeier überzeugen konnten. Ein weiteres Highlight ist die Dallmayr Cafébar im 2. Obergeschoss mit Blick in die Fußgängerzone, die die Besucher zum Verweilen einladen soll. Und die Entwicklung des Vorzeigestandorts der Branche geht weiter, wie Jürgen Diebold, Geschäftsführer Kaut-Bullinger Einzelhandel, bei der Eröffnung betonte. Knapp zwei Wochen nach der Eröffnungsfeier ist in der 1. Unteretage des insgesamt fünfgeschossigen Standortes ein digitaler Fotoshop mit Servicebereich entstanden. Das HP Mini-Lab mit Terminals bietet neben dem Sofortdruck von Fotos auch Fotobücher, Poster sowie Leinwände auf Keilrahmen zum Mitnehmen.

So müsste es immer sein: Warteschlangen am Eingang vor der Eröffnungsveranstaltung
So müsste es immer sein: Warteschlangen am Eingang vor der Eröffnungsveranstaltung

Neues Einrichtungskonzept auf drei Etagen

Mit dem planenden Architekten Reinold Reisinger, der bei diesem Projekt federführend alle Ausbaugewerke koordinierte und bei laufendem Geschäftsbetrieb eine nicht ganz einfache Aufgabenstellung meisterte, dem Ladenbau-Unternehmen Panzer Shopconcept, den beiden Lichtspezialisten Molto Luce und Kiteo und dem Digital-Signage-Spezialisten Printscreenmedia waren zudem ebenso kompetente wie engagierte Partner mit an Bord. In insgesamt drei Etappen wurde das Umbau- und Einrichtungsprojekt realisiert. Die erste Etappe mit der Neugestaltung des Erdgeschosses und die Öffnung der kompletten Schaufensterfront, um tiefere Einblicke in das Ladeninnere zu gewähren, war bereits Anfang April abgeschlossen. Der weitere Gesamtumbau des 1. und 2. Obergeschoss mit der kompletten Neugestaltung von Decken, Böden, Beleuchtung und der Einrichtung ging quasi von oben nach unten vonstatten, um den Geschäftsbetrieb in annehmbarer Weise aufrecht erhalten zu können. Entstanden sind drei Etagen mit insgesamt 1200 Quadratmeter Verkaufsfläche in einem hellen und modernen Einrichtungskonzept mit klar strukturierten Sortimentswelten. Dynamisch ausgeformte Deckenelemente setzen die Raumgestaltung logisch fort und werden durch ein raffiniertes Beleuchtungssystem unterstützt. Das Design des Bodenbelages verbindet die verschiedenen Welten zu einem harmonischen, farblich abgestimmten Gesamtbild.

Perfekte Präsentation der Themenwelten: der „Kartengarten“ mit über 2000 Motiven als Beispiel
Perfekte Präsentation der Themenwelten: der „Kartengarten“ mit über 2000 Motiven als Beispiel

Die Themenwelten wie beispielsweise der so genannte „Kartengarten“ mit rund 2000 Motiven im 1. Obergeschoss oder das Künstleratelier, das zum Ausprobieren einlädt, im 2. Obergeschoss bieten zudem ganz neue Möglichkeiten der Inspiration und Auswahl. Beeindruckend sind insbesondere auch die neuen Lichtkonzepte, wobei in den beiden Obergeschossen und im Treppenhaus ausschließlich moderne LED-Lampen zum Einsatz kommen, sowie die Digital-Signage-Lösungen. Derzeit informieren zehn verschiedene Monitore in Schaufenstern, Aufzügen, bei der Cafébar und in den Etagen zu Themen wie neuen Produkten, Sonderaktionen, Veranstaltungen, Dienstleistungen sowie zu anderen Unternehmensbereichen von Kaut-Bullinger.

Dynamische Bodengestaltung: der Blick vom Eingang in die Tiefe des Raumes
Dynamische Bodengestaltung: der Blick vom Eingang in die Tiefe des Raumes

Weitere grundlegende Veränderungen

Die Analyse der Marktstudie hat zu weiteren Veränderungen im Gesamtauftritt geführt. Neu ist beispielsweise ein so genannter „Doorman“, der im Eingangsbereich die Kunden freundlich begrüßt und als erster Ansprechpartner fungiert. Bereits seit Oktober des vergangenen Jahres ist das Verkaufspersonal mit einem einheitlichen Dresscode ausgestattet. Zudem wurden die Mitarbeiter intensiv geschult, um mehr Sicherheit in den Verkaufsgesprächen zu erhalten. Neu ist zudem ein Frequenzzähler, mit dem genau festgestellt werden kann, wie viele Kunden den Laden betreten und wie sie sich auf die einzelnen Etagen verteilen. Über das Kassensystem kann der Anteil der kaufenden Kunden ermittelt werden. Für erste Erfolgserlebnisse hat auch die neue Waren- und Diebstahlsicherung gesorgt. Hochwertige Waren werden mit einem Akustomagnetik-Verfahren gesichert. Im Erdgeschoss erfassen Videokameras jeden Winkel des Verkaufsraumes. Ein erster Schlag gegen die professionelle Bandenkriminalität ist bereits geglückt.

Lädt zum Verweilen ein: die Cafébar (r.) mit Blick in ein ansprechendes Ambiente
Lädt zum Verweilen ein: die Cafébar (r.) mit Blick in ein ansprechendes Ambiente

Die Marktstudie

Noch vor den umfangreiche Umbaumaßnahmen wurde Anfang 2011 eine Marktstudie mit dem Münchner Institut für Marktforschung (MIFM) durchgeführt. Das Ziel war, zu ermitteln, wie die Kunden Kaut-Bullinger sehen und was verbessert werden könnte und sollte. In Einzelinterviews und Gruppendiskussionen wurden zahlreiche wichtige Ergebnisse ermittelt: mehr Offenheit und Übersichtlichkeit (Schaufenster und Flächeneinteilung), Infopoint, verbesserte Hausnavigation, schnell erkennbares Verkaufspersonal, verbesserte Lichtverhältnisse/Tageslicht, Ausprobierflächen, behinderten- und kinderwagengerechte Aufzüge, Sitzgelegenheiten, Caféecke und vieles mehr. Der Umbau des 1. und 2. Obergeschoss war zu diesem Zeitpunkt vorgesehen, aber noch nicht konkret definiert. Der Erkenntnisse aus der MIFM-Studie flossen komplett in die Planungen ein mit dem Ziel, die Marke Kaut-Bullinger innerhalb der relevanten Zielgruppen nachhaltig zu positionieren.

Angenehmes Ambiente: Das elegante, geschwungene Kassen- und Infoterminal korrespondiert mit der bewegten Deckengestaltung.
Angenehmes Ambiente: Das elegante, geschwungene Kassen- und Infoterminal korrespondiert mit der bewegten Deckengestaltung.

www.kautbullinger.de

Verwandte Themen
Offene Worte zum Restrukturierungskurs: Holding-Geschäftsführer Robert Brech in Taufkirchen
Kaut-Bullinger-Filialschließungen werden konkret weiter
Den Kundentag bei Kaut-Bullinger nutzen viele Kunden für die Information und den Austausch.
Kaut-Bullinger-Kundentag mit Rekordzuspruch weiter
Robert Brech, Holding-Geschäftsführer von Kaut-Bullinger: „Wir werden unsere Kräfte auf die verbleibenden Standorte bündeln.“
Kaut-Bullinger schließt drei Einzelhandels-Standorte weiter
Für die CO2-Emissionen durch Transport und Verpackung der „Kabuco“-Toner leistet der Anbieter Kaut-Bullinger eine Kompensation – und unterstützt damit ein Schutzprojekt in Kenia.
Kaut-Bullinger setzt auf klimaneutrale Toner weiter
Die nächste Phase der Restrukturierung eingeleitet: Kaut-Bullinger-Firmenzentrale in Taufkirchen bei München
Kaut-Bullinger geht nächste Schritte weiter
Informierten auf der Paperworld in Frankfurt über die nächsten Schritte (v.l.): InterES-Geschäftsführer Wolfgang Möbus; Cordula Adamek, Geschäftsführerin Kaut-Bullinger Büro-Systemhaus; Robert Brech, Geschäftsführer der Kaut-Bullinger Holding; Bernhard Gr
Umbau bei Kaut-Bullinger im Plan weiter