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Das Schaufenster als Hingucker

Bewegte Bilder ziehen die Aufmerksamkeit auf sich. In U-Bahnhöfen und Flughäfen sind Bildschirme inzwischen weit verbreitet, nun erreicht die Welle auch den Einzelhandel. Schreibwaren Retz hat erste Erfahrungen gesammelt.

„Das CityUp-Konzept hat mich insbesondere angesprochen, da es für mein Schaufenster eine erhöhte Aufmerksamkeit bietet. Nicht nur der Bildschirm an sich lädt zum Hingucken ein, besonders sagt mir die Mischung des Programms mit Veranstaltungstipps, Nachrichten und auch Wetterinformationen zu“, erklärt Walter Löbach, Inhaber der Firma Schreibwaren Retz in Bad Honnef. Damit liegt er voll im Trend: Bildschirme, große Videoboards und audiovisuelle Netzwerke halten immer stärker Einzug im öffentlichen Raum. Die Einsatzbereiche für Digital Signage-Installationen sind vielfältig: Sie werden als Informationsmedium, für Corporate TV oder zur Verkaufsförderung am Point of Sale genutzt und gewinnen vor allem als Werbeträger zunehmend an Bedeutung.

Vielfältige Einsatzbereiche: Rund ein Drittel und damit die meisten digitalen Bildschirme werden am Point of Sale eingesetzt.
Vielfältige Einsatzbereiche: Rund ein Drittel und damit die meisten digitalen Bildschirme werden am Point of Sale eingesetzt.

Vielfältige Einsatzbereiche: Rund ein Drittel und damit die meisten digitalen Bildschirme werden am Point of Sale eingesetzt.In den vergangenen Monaten haben europaweit zahlreiche führende Außenwerber große Screen-Projekte an Flughäfen oder Bahnhöfen gestartet. Trotz schwieriger Bedingungen auf den europäischen Werbe- und Finanzmärkten gehen die Beratungsunternehmen Goldmedia und Screen Digest in ihrer Studie „Digital Signage in Europe“ davon aus, dass der Markt für digitale Außenwerbung 2009 erneut zulegen wird. Großbritannien ist bei der Entwicklung von Digital Signage-Projekten in Europa noch immer Vorreiter. Andere europäische Länder ziehen nun mit verschiedenen Projekten nach. Die Wall AG, einer der führenden Außenwerber in Deutschland, hat angekündigt, sämtliche Plakatwände in Berlins zentralem Bahnhof Friedrichstraße durch digitale Screens zu ersetzen. Damit entsteht Deutschlands erster Bahnhof, der vollständig mit digitalen Werbeträgern ausgestattet ist.

Die Einsatzbereiche für werbefinanzierte Digital Signage-Netzwerke sind vielfältig. Betrachtet nach Anzahl der installierten Netzwerke werden in Westeuropa derzeit rund ein Drittel und damit die meisten digitalen Bildschirme am Point of Sale eingesetzt, insbesondere in Kaufhäusern, Einkaufszentren, Convenience-Stores, Banken und Supermärkten. Der zweitwichtigste Bereich ist mit 26 Prozent der Verkehrssektor, dazu zählen der öffentliche Personennah- und -fernverkehr, Flughäfen und Bahnhöfe. Der Freizeitbereich, darunter Fitnessstudios und Veranstaltungsorte, macht 15 Prozent aus, Gaststätten, Fast-Food-Ketten und Hotels kommen auf sieben Prozent.

Schreibwaren Retz aus Bad Honnef hat sich für das CityUp-Konzept entschieden.
Schreibwaren Retz aus Bad Honnef hat sich für das CityUp-Konzept entschieden.

Schreibwaren Retz aus Bad Honnef hat sich für das CityUp-Konzept entschieden.Interessant ist digitale Werbung am Point of Sale aber nicht nur in Kaufhäusern und Einkaufszentren, sondern auch in Einzelhandelsgeschäften an belebten Einkaufsstraßen. Das Konzept von CityUp setzt auf Handelsunternehmen, die ihre Schaufenster mit Bildschirmen ausstatten lassen. Für die Kosten, die das Aufstellen der Bildschirme, die Installlation und der DSL-Anschluss verursacht, müssen sie nicht aufkommen. „Darüber hinaus wird meine Werbung nicht nur in meinem Fenster kostenfrei ausgestrahlt, sondern auch kostenfrei auf allen Bildschirmen in meiner Region“, erläutert Walter Löbach das Prinzip. „Ich denke, dass CityUp den Einzelhandel vor Ort unterstützt und die Möglichkeit eröffnet, ein innovatives Medium zu nutzen, welches unsere Einkaufsstraße noch attraktiver macht. Viele meiner Kollegen aus den unterschiedlichsten Branchen in Bad Honnef haben sich deshalb dafür entschieden.“

Zum Launch hat CityUp die ersten 30 Screens in Bad Honnef in Betrieb genommen, die nächsten rund 30 Bildschirme werden in Bonn gerade aufgestellt. In den kommenden Wochen sollen weitere 90 Screens in unterschiedlich großen Städten, darunter Bonn, Köln und Bergisch Gladbach, ans Netz gehen. Geplant ist ein bundesweiter Rollout in den nächsten Monaten: Im ersten Schritt sind Installationen in Hamburg, München, Berlin, Frankfurt, Stuttgart und dem Ruhrgebiet vorgesehen. Im Anschluss möchte CityUp dann Städte wie Hannover, Bremen, Nürnberg, Freiburg, Düsseldorf angehen.

Schaufenster-TV 2008 wurde die CityUp GmbH gegründet. Vorausgegangen war der von der Deutschen Telekom vor drei Jahren ausgeschriebene Wettbewerb „T-City“. Einer der Vorschläge des T-City-Kompetenzteams für die Stadt Bad Honnef war, Schaufenster mit werbefinanzierten Screens auszustatten. Helga Ebel-Gerlach und Thomas Bock haben dieses Konzept ausgearbeitet und konnten den Bereich Out-of-Home der Deutschen Telekom für die Idee gewinnen.

www.cityup.de www.goldmedia.de www.screeendigest.com

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