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Paperworld als Spiegelbild der Branche

Die Messe Frankfurt als Veranstalter zog bei einem weiteren Besucherrückgang und einem hohen Internationalisierungsgrad eine positive Bilanz der diesjährigen Paperworld. Vor dem Hintergrund sich weiter verändernder Rahmenbedingungen bleibt die Messe der Branchentreffpunkt.

Treffpunkt Paperworld: Auch bei rückläufigen Besucherzahlen und weiterem Veränderungsbedarf bleibt die Paperworld in Frankfurt die übergreifende Plattform der Branche.
Treffpunkt Paperworld: Auch bei rückläufigen Besucherzahlen und weiterem Veränderungsbedarf bleibt die Paperworld in Frankfurt die übergreifende Plattform der Branche.

Auf der Paperworld präsentierten sich in diesem Jahr 1780 Aussteller aus 64 Ländern, 45 360 Besucher aus aller Welt informierten sich an den vier Messetagen über Neuheiten rund um Papier, Bürobedarf und Schreibwaren. Im vergangenen Jahr stellten 1791 Unternehmen aus und kamen 49 350 Messegäste nach Frankfurt. 28 231 Besucher wurden in diesem Jahr aus dem Ausland registriert, was einem Internationalitätsgrad von 62 Prozent entspricht. Die Top-Fünf-Besucherländer waren Deutschland, Italien, Frankreich, Großbritannien und die Niederlande.

Gute Stimmung inklusive: die „Branchengesicht“- Veranstaltung als idealer Treffpunkt
Gute Stimmung inklusive: die „Branchengesicht“- Veranstaltung als idealer Treffpunkt

„Gerade in wirtschaftlich volatilen Zeiten sind diese Ergebnisse sehr positiv zu bewerten und wir freuen uns, dass der Anteil der Besucher aus Europa auf Vorjahresniveau liegt. Das beweist: Messen sind für internationale Kontakte und neue Impulse weiterhin die wichtigsten Plattformen“, so Messe-Frankfurt-Geschäftsführer Detlef Braun zur Entwicklung. Zusätzlich hätten in diesem Jahr mehr Einkaufsentscheider die Paperworld besucht und seien im Schnitt länger, nämlich 2,2 Tage, auf der internationalen Leitmesse geblieben, teilte der Veranstalter mit. Auch für das Trio aus Paperworld, Creativeworld und Christmasworld zog Detlef Braun bei den erreichten 83 206 Besuchern (Vorjahr: 86 541) ein positives Fazit: „Mit Blick auf die wirtschaftlichen Entwicklungen der Branchen rund um Papier, Bürobedarf und Schreibwaren, Hobby- und Künstlerbedarf sowie Dekoration und Festschmuck sind wir mit dem Verlauf unserer Veranstaltungen sehr zufrieden.“ Denn die Qualität der Besucher stimme – auch bei geringerer Frequenz. Vor allem die gestiegene Zahl der Besucher außerhalb Europas unterstreiche die internationale Bedeutung des Messetrios und biete den Ausstellern neue Chancen im Exportgeschäft.

Positive Ansätze und weiterer Veränderungsbedarf

Mit einem umfassenden Rahmen- und Begleitprogramm zeigte sich die Paperworld auch in diesem Jahr als Impuls- und Ideengeber: Zentrale Trends wie die Inszenierung von Themen- und Produktwelten, gewerblicher Einkauf und Multichannel-Strategien sowie Nachhaltigkeit wurden in Business-Programmen, Sonderpräsentationen und Foren wie dem „Green Office Day“ aktiv aufgegriffen. Wer wollte, konnte viele Anregungen mit nach Hause nehmen. Ausgesprochen positiv aufgenommen wurde beispielsweise der erstmals zusammen mit der Fachzeitschrift working@office veranstaltete „Assistenztag“: Rund 250 Sekretärinnen bekamen viel Wissenswertes rund um die Nutzen von Büroprodukten vermittelt. Und auch zum gemeinsam mit dem BME und der Zeitschrift C.ebra veranstalteten Business-Programm „Procurement“, das sich an Einkäufer des gewerblichen Bürobedarfs richtet, kamen in diesem Jahr rund 300 Teilnehmer. Mit hochkarätigen Vorträgen und erstmals mit der Ausstellung von 16 Markenherstellern des Office Gold Clubs mit ihren Produkten wurde die Veranstaltung weiterentwickelt.

Erfolgreicher Auftakt: der erste „Assistenztag“ für die Zielgruppe Sekretärinnen war rege frequentiert
Erfolgreicher Auftakt: der erste „Assistenztag“ für die Zielgruppe Sekretärinnen war rege frequentiert

Teilweise neue Impulse brachte zudem das veränderte Hallenkonzept wie beispielweise der Umzug der Schreibgeräte-Hersteller von der Halle 3.1 in die Halle 4.0. Vor dem Hintergrund weiterhin fehlender großer Namen unter den Ausstellern sei aber generell Veränderungsbedarf vorhanden, wie Durable-Chef und Messebeiratsmitglied Horst-Werner Maier-Hunke im Gespräch mit BusinessPartner PBS bestätigte.

Treffpunkt am Messestand von Business- Partner PBS (v.l.): Arno Alberty und Michael Smith, Michael Ruhnau und Werner Stark
Treffpunkt am Messestand von Business- Partner PBS (v.l.): Arno Alberty und Michael Smith, Michael Ruhnau und Werner Stark

Grundsätzlich ginge es darum, mit der Messe Frankfurt an der Messekonzeption zu arbeiten, was derzeit auch geschehe. Möglich seien ein anderer Messerhythmus, kleinere Messestände oder auch ein anderer Termin; eindeutig sei, dass die Messekosten nicht weiter erhöht werden dürften. Mit konkreten Ergebnissen rechnet Maier-Hunke noch in diesem Jahr. Für die kommende Veranstaltung geht es damit zunächst einmal um weitere punktuelle Verbesserungen. Die nächste Paperworld findet vom 25. bis 28. Januar 2014 statt.

www.messefrankfurt.com

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