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Bechtle: Trübe Aussichten trotz gutem Geschäftsjahr

Die Bechtle AG verzeichnete 2008 einen erfolgreichen Geschäftsverlauf und konnte das Vorjahr bei Umsatz und Ertrag erneut übertreffen. Die Zukunft sei aber von Unsicherheiten geprägt.

Der Konzernumsatz des IT-Dienstleistungs- und Handelsunternehmens stieg trotz schwieriger Rahmenbedingungen im vergangenen Geschäftsjahr um 3,5 Prozent auf 1431,5 Millionen Euro. Das Vorsteuerergebnis (EBT) übertraf 2008 die eigenen Erwartungen und erreichte einen Wert von 61,5 Millionen Euro. Im Vorjahr waren es noch 59 Millionen Euro „Mit dem Geschäftsverlauf sind wir sehr zufrieden. Wir haben trotz schwieriger Rahmenbedingungen den Umsatz gesteigert. Beim Ergebnis konnten wir unsere Prognose sogar übertreffen.“, sagt Bechtle Vorstandssprecher Thomas Olemotz. Im Segment IT-Systemhaus & Managed Services erwirtschaftete Bechtle 2008 einen Umsatz von 927,5 Millionen Euro und lag damit 4,7 Prozent über dem Vorjahr. Neben den 2008 durchgeführten Akquisitionen in Deutschland und Österreich wurde dieses Wachstum vor allem durch die Geschäftsbereiche Öffentliche Auftraggeber und Managed Services unterstützt. Ursächlich für die positive Entwicklung waren neben der Weiterqualifizierung der Mitarbeiter auch Effizienzsteigerungen in den Prozessen sowie der gestiegene Anteil hochwertiger IT-Dienstleistungen. Das Segment IT-E-Commerce konnte trotz einer spürbaren Eintrübung der Gesamtwirtschaft und des verstärkten Preisdrucks bei Hardwareprodukten im Umsatz zulegen. Die Erlöse stiegen um 1,3 Prozent auf 503,9 Millionen Euro. Den Großteil der Umsätze erzielte Bechtle dabei im Ausland.

Das Management der Bechtle AG sieht sich im laufenden Jahr mit einem zunehmend wettbewerbsintensiveren Umfeld sowie schwierigen konjunkturellen Rahmenparametern konfrontiert. Auf der heutigen Bilanzpressekonferenz in Stuttgart warnte Olemotz gegenüber Medienvertreter vor deutlich sinkenden Umsätzen und Gewinnen für das laufende erste Quartal und kündigte an „Kosten in allen Bereichen“ überprüfen zu wollen. Sogar ein Stellenabbau wollte der Bechtle-CEO nicht ausschließen. Ein Bechtle-Systemhaus habe bereits Kurzarbeit angemeldet, ein andere überprüfe diesen Schritt, heißt es. Ausbleibende Aufträge aus der Industrie will das Unternehmen mit verstärkten Akquisitionsbemühungen im Geschäft mit öffentlichen Auftraggebern generieren. Erst am Dienstag hatte das Handelsunternehmen einen zweistelligen Millionenauftrag von der Bundeswehr kommuniziert. Die derzeitige Schwächphase kommt für Bechtle zu einem ungünstigen Zeitpunkt. So plant das Unternehmen momentan die erste Landesvertretung in Portugal. Für die zweite Jahreshälfte plant der Konzern im Segment IT-E-Commerce den Start in einem osteuropäischen Land.

Kontakt: www.bechtle.de

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