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Topdeq vor dem Aus

  • 21.10.2013
  • Handel
  • Werner Stark

Die Stuttgarter Takkt-Gruppe als einer der führenden B2B-Versandhändler für Büro- und Betriebsausstattung hat die Schließung der auf designbetonte Büroprodukte ausgerichteten Tochter Topdeq angekündigt.

Aufgrund der anhaltenden Verlustsituation bei Topdeq sei die schrittweise Einstellung des operativen Geschäftes geplant, so die Takkt-Ad-hoc-Mitteilung vom vergangenen Freitag. Hierdurch würden zusätzliche einmalige Kosten in Höhe von insgesamt rund sechs bis acht Millionen Euro erwartet. Davon sollen etwa zwei Drittel 2013 anfallen. Der Cash-Bedarf aus der schrittweisen Einstellung wird für 2013 und 2014 zusammen auf rund ein bis zwei Millionen Euro geschätzt. Topdeq hat seinen Sitz in Pfungstadt bei Darmstadt, wo die Takkt-Gruppe zudem ein Logistikzentrum für andere Konzerntöchter unterhält.

Laut Firmeninfo sei der Geschäftsverlauf des gesamten Takkt-Konzerns (u.a. Kaiser + Kraft, Ratioform) im 3. Quartal besser als im 2. Quartal, jedoch schwächer als erwartet verlaufen. Die Gründe hierfür sind ein weiterhin schwaches Geschäft mit den USA sowie eine langsamere Erholung der Konjunktur in Europa als angenommen. Das organische Umsatzwachstum lag im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bei 0,1 Prozent. Inklusive der Akquisitionseffekte will die Gruppe für das Gesamtjahr 2013 voraussichtlich ein währungsbereinigtes Wachstum von rund drei Prozent ausweisen.

Kontakt: www.takkt.de, www.topdeq.de

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