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Vollsortimenter mit Umweltausrichtung

Die Verantwortung für die Umwelt wird bei Schneider Schreibgeräte ernst genommen – und dies schon seit Jahren. Bei einem Besuch am Firmenhauptsitz in Tennenbronn im Schwarzwald stand das Gesamtkonzept im Fokus.

Wer den bodenständigen und eher zurückhaltenden Schneider-Geschäftsführer und -Inhaber Roland Schneider kennt, weiß, dass das Trommeln ohne Substanz nicht zu seinem Naturell gehört. Aufgewachsen zwischen grünen Wiesen und weitgehend intakter Natur lag es für den Firmenchef schon immer nahe, sich allein aus wirtschaftlichen Gründen mit ressourcenschonenden Produktionsmethoden zu beschäftigen. Die soziale und ökologische Verantwortung geht dabei weit über optimierte Fertigungsprozesse und -abläufe hinaus. Nicht von ungefähr sind Werte wie „Made in Germany“, das klare Bekenntnis zu Qualität, Marke und Umweltschutz fester Bestandteil der Firmenphilosophie – und dies losgelöst von Trends und Modeerscheinungen seit Jahrzehnten. Damit gehört Schneider Schreibgeräte zu den wenigen Unternehmen der Branche, die bewusst und ausschließlich nach ökologischen Gesichtspunkten in Deutschland entwickeln und produzieren. Nachhaltigkeit, Standortsicherung, Erhaltung von Arbeitsplätzen und die Schaffung von Ausbildungsmöglichkeiten zählen dabei zu den Kernfaktoren.

Der Schneider-Firmensitz in Tennenbronn im Schwarzwald fügt sich harmonisch in seine natürliche Umgebung ein.
Der Schneider-Firmensitz in Tennenbronn im Schwarzwald fügt sich harmonisch in seine natürliche Umgebung ein.

Der Schneider-Firmensitz in Tennenbronn im Schwarzwald fügt sich harmonisch in seine natürliche Umgebung ein.Dass dies nicht nur ein Lippenbekenntnis ist, unterstreicht die Tatsache, dass Roland Schneider auch in schwierigeren Zeiten an der Ausrichtung festgehalten hatte. Die Vorteile wie Flexibilität bei Kundenwünschen und die Sicherstellung von Qualitätsvorgaben weiß auch Marketing- und Vertriebschef Frank Groß im harten Wettbewerbsumfeld zu schätzen. Um die ökologische Ausrichtung gezielt nach draußen zu tragen, hat Schneider im vergangenen Jahr die Kampagne „Think green“ initiiert. Mit Infobroschüren, Internet-Auftritt und Mediaaktivitäten werden Handelspartner und Endkunden über die Notwendigkeit und die grundlegenden Vorteile eines „grünen Bewusstseins“ informiert. Dahinter stehen die Glaubwürdigkeit und die ganzheitliche

„Think green“ als Botschaft in den Markt: mit Infomaterial über Hintergründe aufklären
„Think green“ als Botschaft in den Markt: mit Infomaterial über Hintergründe aufklären

„Think green“ als Botschaft in den Markt: mit Infomaterial über Hintergründe aufklärenBetrachtung des Unternehmens. Schneider ist als einziges Unternehmen der Schreibgeräte-Branche schon seit 1998 mit den beiden Produktionsstandorten in Tennenbronn (260 Mitarbeiter, 24 000 Quadratmeter Fläche) und Wernigerode im Harz (110 Mitarbeiter, 7100 Quadratmeter Fläche) „nach dem weltweit anspruchsvollsten Umwelt-Managementsystem der EG-Öko Audit-Verordnung EMAS (Eco-Management and Audit Scheme) zertifiziert“, wie Roland Schneider bestätigt. EMAS verpflichtet dabei zu Reglements, die viel strenger sind als beispielsweise die DIN ISO 14001. Schneider ist bereits zum dritten Mal erfolgreich validiert worden; das Ziel sei ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess der Umwelt-Leistungen unter Berücksichtigung der direkten und indirekten Umweltauswirkungen.

Im „Inneren” dominieren moderne Technik und durchorganisierte Abläufe.
Im „Inneren” dominieren moderne Technik und durchorganisierte Abläufe.

Im „Inneren” dominieren moderne Technik und durchorganisierte Abläufe.Die Ernsthaftigkeit bei Schneider unterstreichen die zahlreichen ganzheitlichen Maßnahmen von der Produktkonzeption über Fertigung und Verpackung bis zum Gebäudemanagement. Ein wesentlicher Punkt sind Energieeffizienz und Reduktion von Abfällen und Emissionen. In Tennenbronn arbeitet das Unternehmen mit Energie, die aus 100 Prozent Wasserkraft stammt. Darüber hinaus wird im Stammhaus auch über eine eigene Fotovoltaik-Anlage Strom erzeugt; ein Block-Heizkraftwerk mit Kraft-Wärme-Koppelung dient außerdem der Strom- und Wärmegewinnung. Beispielsweise wird ein eigenes Wasserwerk zur Kühlung der Spritzgussmaschinen eingesetzt. Durch eine konsequente Sanierung der älteren Gebäudesubstanz und Wärmedämmung von Neubauten konnten trotz zusätzlicher Gebäude mehr als 50 Prozent der Heizenergie eingespart werden.

Besonderes Augenmerk gilt auch den Rohstoffen, die den strengen Richtlinien des Verbraucherschutzes und der Produktsicherheit entsprechen müssen. So wird zum Beispiel komplett auf PVC verzichtet.

Stehen für die ökologische Verantwortung (von rechts): Roland Schneider, Frank Groß und Marketing- und Kommunikations-Managerin Claudia Züfle
Stehen für die ökologische Verantwortung (von rechts): Roland Schneider, Frank Groß und Marketing- und Kommunikations-Managerin Claudia Züfle

Ökologische Produktkonzepte als Basis Stehen für die ökologische Verantwortung (von rechts): Roland Schneider, Frank Groß und Marketing- und Kommunikations-Managerin Claudia ZüfleGenerell verfolgt Schneider die Strategie, qualitativ hochwertige Schreibgeräte zu entwickeln, „die über einen langen Zeitraum genutzt werden können“ – für Roland Schneider das beste Umweltargument. So sorgt beispielsweise das „Plug&Play“-System dafür, dass die Minen von Kugel- und Gelschreibern kompatibel sind und entsprechend einfach ausgetauscht werden können. „Das spart Geld und entlastet die Umwelt“, bestätigt Frank Groß das Konzept. Ähnlich verhält es sich beim „Quick-Refill-Patronensystem Maxx“ für Marker. Jede Patrone ersetzt auch hier ein komplettes neues Schreibgerät. Selbst bei den Einwegschreibgeräten wie der „Slider“- oder „Xtra“-Range verfolgt Schneider die Strategie der Langlebigkeit.

Insgesamt gesehen hat sich das 1938 gegründete Unternehmen gezielt vom Minen- und Kunststoffkugelschreiber-Spezialisten zum Schreibgeräte-Vollsortimenter entwickelt. So verlassen heute pro Jahr rund 60 Millionen Kugelschreiber, 25 Millionen Rollerballs, 15 Millionen Textmarker, zwölf Millionen Fineliner oder drei Millionen Füllhalter die Fertigungsstätten. „Made in Germany“, die große Fertigungstiefe mit einer Wertschöpfung von rund 80 Prozent sowie die hausinternen Forschungs- und Entwicklungsabteilungen spielen gerade auch unter ökologischen Aspekten eine zentrale Rolle.

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