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Der Großteil der Händler verkauft nach wie vor stationär – ein Drittel der Händler betreibt einen Online-Shop. (Quelle: ibi research: „Der deutsche Einzelhandel 2017“)
Der Großteil der Händler verkauft nach wie vor stationär – ein Drittel der Händler betreibt einen Online-Shop. (Quelle: ibi research: „Der deutsche Einzelhandel 2017“)

Zukunft des Einzelhandels: Stationäre Händler suchen Heil im Onlinevertrieb

Der deutsche Einzelhandel will künftig in seinen Onlinevertrieb investieren. 37 Prozent gaben in einer aktuellen Studie an, dass sie in den kommenden fünf Jahren auch online aktiv sein wollten.

Umgekehrt gaben 14 Prozent der heute ausschließlich online aktiven Einzelhändler an, dass sie in fünf Jahren auch stationär aktiv werden wollen, so die Ergebnisse der Studie „Der deutsche Einzelhandel 2017“ von ibi research und DIHK. Befragt wurden mehr als 2000 Einzelhändler in Deutschland. Ähnliche Trends erwarten die Händler bei der Verteilung der  künftigen Umsätze: In den nächsten fünf Jahren rechnen 24 Prozent der stationär aktiven Händler mit einen Rückgang der im Ladengeschäft erwirtschafteten Umsatzanteile. Im Vertriebskanal Online-Shop erwarten dagegen lediglich vier Prozent der Händler einen Rückgang. 13 Prozent erwarten einen Zuwachs dieses Kanals und 83 Prozent rechnen damit, dass die Online-Umsatzanteile gleich bleiben.

On- und Offline wachsen stärker zusammen

Immer mehr Ladengeschäfte, die auch online aktiv sind, verbinden die Kanäle. Services wie eine Online-Reservierung und eine Vor-Ort-Abholung setzen bereits 27 Prozent der Händler ein und elf Prozent planen es. Ähnliche Werte ergab die Analyse beim Online-Kauf und der Abholung im Ladengeschäft (Click and Collect). Hier liegen die Werte bei 24 und zehn Prozent. Andere digitale Techniken finden noch wenig Anwendung: Ein „virtuelles Regal“ zur Sortimentserweiterung nutzen derzeit fünf Prozent der Einzelhändler, auch kostenloses WLAN findet sich bisher in gut einem Drittel der Geschäfte. Die Autoren der Studie sehen Nachholpotenzial bei der Digitalisierung sowohl an der Kundenschnittstelle als auch im Back-Office des Einzelhandels.

Stationärer Handel bleibt weiter wichtigster Einkaufskanal

Trotz der Veränderungen sehen die meisten Befragten den stationären Einzelhandel weiterhin als den wichtigsten Einkaufskanal. Dies bestätigen 64 Prozent der teilnehmenden Händler. Sogar jeder zweite reine Online-Händler (51 Prozent) schließt sich dieser Meinung an. Den Trend zu kleineren Ladenflächen beobachten jedoch auch 61 Prozent.

Die vollständige Studie „Der deutsche Einzelhandel 2017“ steht kostenlos zum Download zur Verfügung unter: www.ibi.de/Handelsstudie 

Kontakt: www.ibi.de 

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