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Den Handel im Fokus mit „Made in Germany“

Die Geiger AG, ein inhabergeführtes Industrieunternehmen, legte mit ihren Kalendern und Notizbüchern bisher eher den Fokus auf den Werbeartikelmarkt. Dies soll sich nun ändern und der klassische Bürofachhandel soll erobert werden.

Jürgen Geiger ist Vorstand des inhabergeführten Unternehmens.
Jürgen Geiger ist Vorstand des inhabergeführten Unternehmens.

Geiger ist ein klassisches mittelständisches Unternehmen mit über hundert Mitarbeitern und rund 16 Millonen Euro Jahresumsatz. Seit knapp 30 Jahren ist der Firmensitz in Mainz-Kastel, mitten im Rhein-Main-Gebiet. Vorstand Jürgen Geiger beschreibt die Entwicklung der letzten Jahre: „Im Terminkalenderbereich sind wir Vollsortimenter, wobei unser Schwerpunkt von Anfang an bei Organisationskalendern, also den Mehrmonatskalendern lag. Vor acht Jahren haben wir durch die ständig wachsende Nachfrage unserer Kunden die ersten Notizbücher ins Programm aufgenommen. Mittlerweile produzieren wir mehr als eine Million hochwertiger Business-Notizbücher im Jahr, die bereits einen Umsatzanteil von 20 Prozent erreichen, der weiter wächst.“ Und genau diese Notizbücher seien für die Orientierung Richtung Bürofachhandel verantwortlich. Denn während einige Handelspartner mit den Business-Notizbüchern von Geiger vor einigen Jahren noch eher klein und parallel zu den Terminkalendern angefangen hätten, erzielten sie mit Notizbüchern im Katalog mittlerweile den vierfachen Seitenumsatz von Kalendern. „Da wurde uns klar, dass wir mit unseren Business-Notizbüchern wesentliche Alleinstellungsmerkmale jenseits der Lifestyle-Ecke bieten können. Wir sagen ja etwas zugespitzt: Unsere Business-Notizbücher werden für den harten Büroalltag und nicht für die Gucci-Handtasche gemacht“, betont Jürgen Geiger.

In den letzten Jahren ist eine Entwicklung, die am ganzen Markt spürbar war, dann auch an Geiger nicht spurlos vorbei gegangen: Die Grenzen zwischen Werbeartikel und Bürobedarf sind lange nicht mehr so starr, wie sie noch in den Neunziger Jahren waren. Geiger war aus dem PBS-Bereich nie ganz verschwunden, sondern stetig in manchen Bereichen präsent. Mittlerweile konnte man für den neuen Handelsfokus einige neue und durchaus auch namhafte PBS-Handelspartner für sich gewinnen. Jürgen Geiger meint hierzu: „Die Zusammenarbeit ist völlig unproblematisch, da wir das Geschäft einerseits aus der Vergangenheit kennen, andererseits aber auch zukunftsweisende Ideen als Quasi-Newcomer mitbringen.“

Bei Geiger arbeiten hundert Mitarbeiter im Jahresschnitt, der natürlich in der Saison deutlich übertroffen wird.
Bei Geiger arbeiten hundert Mitarbeiter im Jahresschnitt, der natürlich in der Saison deutlich übertroffen wird.

Überzeugungsarbeit leisten. Die Business-Notizbüchern für die Fokussierung auf den Bürofachhandel sind aus Sicht von Jürgen Geiger einerseits das erfolgversprechende, andererseits aber auch das schwierigere Sortiment. Denn es müsse im PBS-Handel zunächst Überzeugungsarbeit geleistet werden, damit die große Lücke im Notizbuchmarkt überhaupt erst gesehen und erkannt werde. Im nächsten Jahr soll dann ein Organisations- und Terminkalendersortiment ergänzt werden, wobei der Schwerpunkt klar der gewerbliche Bürobedarf sei.

Nicht zuletzt spielt das Siegel „Made in Germany“ bei den Business-Notizbüchern eine sehr große Rolle. Über 90 Prozent der Notizbücher im deutschen Markt sind mittlerweile Asien-Importe, so schätzt der Geiger-Vorstand und appelliert: „Das gilt keineswegs nur für das Billigsegment der ,Chinakladden‘, auch die sündhaft teuren Lifestyle-Marken kommen fast durchweg aus Fernost. Und das, obwohl wir die weltweit führende grafische Industrie direkt vor unserer Haustüre haben. Es gibt keinen wirklich vernünftigen Grund dafür, in Asien Wälder abzuholzen, die dort produzierten Notizbücher um die halbe Welt zu schicken, um sie hier zu verkaufen. Der Preis alleine kann der Grund nicht sein, denn wir positionieren uns mit unseren Business-Notizbüchern ,Made in Germany‘ deutlich günstiger als die Modemarken aus dem fernen Osten. Unser Appell an den PBS-Handel: Geben Sie den ,Made in Germany’-Notizbüchern in diesem, durch Fernost-Produkte beherrschten Marktumfeld eine Chance. Bieten Sie dem Kunden eine Alternative und lassen Sie ihn entscheiden. Sie als Handelspartner können dabei nur gewinnen!“

Das Eintreten für „Made in Germany“ schlägt sich außerdem in dem Engagement für die kürzlich gegründete AG Zukunft nieder, einen Kreis von Kalender- und Printwerbemittel-Herstellern aus Deutschland und den europäischen Nachbarstaaten. Hier gehe es darum, die Öffentlichkeit über zukunftsfähige Produkte mit hohem Nutzwert und nachhaltiger Fertigung sowie der Sicherung von Arbeitsplätzen vor Ort zu informieren. Dies sei gerade in Abgrenzung zu den Fernost-Importen wichtig, die im Werbemittel-Bereich eine noch viel größere Rolle spielten als beim Bürobedarf.

Das 14 Meter hohe Hochregallager umfasst mehr als 4000 Palettenplätze.
Das 14 Meter hohe Hochregallager umfasst mehr als 4000 Palettenplätze.

Das Thema Nachhaltigkeit lässt man bei Geiger ebenfalls nicht außer acht, grundsätzlich gehe man aber keineswegs mit missionarischem Eifer in ökologischen Fragen an den Markt, sondern biete den Kunden mit umweltverträglichen Produkten eine preisidentische Alternative zu den konventionellen Artikeln, betont Jürgen Geiger. „Nachhaltigkeit liegt mit der ,Made in Germany‘-Positionierung bereits in unserer Unternehmens-DNA. Unser Papier stammt aus nachhaltiger Forstwirtschaft, die industrielle Fertigung unterliegt den bekanntlich strengen Umweltauflagen und unsere Arbeits- und Sozialstandards sorgen mit dafür, dass unsere Gesellschaft jetzt und in Zukunft zusammengehalten wird. Mit der ,Green+Blue‘-Serie kann jeder Kunde ökologische Produkte, die mit dem ,Blauen Engel‘ zertifiziert sind, preisgleich zu den entsprechenden Frischfaser-Artikeln erwerben. Das Thema ,Klimaneutrale Produktion‘ haben wir in diesem Jahr bereits erfolgreich umgesetzt“, führt er weiter aus.

Bei einem Besuch der Geiger AG fällt die Wertschätzung auf, die den Mitarbeitern entgegengebracht wird. Das Unternehmen bildet in vier Berufsbildern aus und man legt Wert auf die Qualität ihrer Ausbildung. Dass das nicht nur eine leere Floskel ist, lässt sich daran ablesen, dass fast 30 Prozent der Mitarbeiter bei Geiger „Eigengewächse“ sind, die ihre Ausbildung erfolgreich beendet haben. Jürgen Geiger: „Das spricht für Qualität – die unserer Auszubildenden und vielleicht auch ein bisschen des Unternehmens.“

www.geiger.ag

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