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Flexible Prozesse, individuelle Services

Die Distribution steckt mit sinkenden Margen, verhaltenem Wachstum und immer komplexeren Anforderungen mitten im Veränderungsprozess. Bei Ingram Micro haben die Logistikexperten Herbert Hufsky und Richard Weinfurtner die Prozesse und Services im Blick.

In Straubing betreibt Ingram Micro auf einer Fläche von 80 000 m² das größte IT-Logistikzentrum Europas. Neben klassischen Logistikleistungen verfügt der Broadliner hier auch über Sonderflächen sowie einen staubfreien Raum, wo Systeme individuell an
In Straubing betreibt Ingram Micro auf einer Fläche von 80 000 m² das größte IT-Logistikzentrum Europas. Neben klassischen Logistikleistungen verfügt der Broadliner hier auch über Sonderflächen sowie einen staubfreien Raum, wo Systeme individuell an Kundenbedürfnisse angepasst werden können.

Reibungslose Prozesse in der Logistik sind Voraussetzung für Wettbewerbsfähigkeit. Wie sehen Sie Ingram Micro hier aufgestellt?

Hufsky: Die Logistik stellt das Standbein der Distribution dar und wird diese Rolle auch bei sich verändernden Marktbedingungen behalten. Für das Betreiben eines Lagers spielen sehr unterschiedliche Komponenten eine Rolle. Auf der Kostenseite beschäftigen uns die Lohn- ebenso wie die Energie- und Frachtkosten. Auf der anderen Seite spielen Produktivität und Qualität eine wesentliche Rolle für die Zufriedenheit unserer Kunden. Diese Aspekte bringen wir in Straubing in Einklang. Wir sehen uns sehr gut aufgestellt mit einer 24-Stunden-Lieferung bei Liefertreue von 99 Prozent. Insgesamt profitieren wir von unserer Erfahrung und haben die Abläufe in unserem Zentrallager so optimiert, dass die Kapazitäten der Nachfrage flexibel an saisonale Schwankungen angepasst werden können.

Wie viel Potenzial steckt vor diesem Hintergrund noch im „Pick“, also der Optimierung oder Automatisierung klassischer Logistikprozesse und welche Leistungsmerkmale werden künftig über Erfolg oder Nicht-Erfolg entscheiden?

Der sinnvolle Grad der Automatisierung sei bei Ingram Micro weitestgehend ausgeschöpft. „Eine wichtige Rolle spielt für uns die weitere Differenzierung unseres Angebots“, sagt Herbert Hufsky, Executive Director Operations EMEA.
Der sinnvolle Grad der Automatisierung sei bei Ingram Micro weitestgehend ausgeschöpft. „Eine wichtige Rolle spielt für uns die weitere Differenzierung unseres Angebots“, sagt Herbert Hufsky, Executive Director Operations EMEA.

Hufsky: Wie in allen Geschäftsbereichen arbeiten auch wir in der Logistik stetig an der Optimierung unsere Prozesse. Jeden Tag muss aufs Neue sichergestellt werden, dass unsere Logistikabläufe reibungslos funktionieren. Der bei unserer Artikelvielfalt sinnvolle Grad der Automatisierung ist weitgehend ausgeschöpft, so dass wir parallel vor allem auf die Erfahrung und Zuverlässigkeit unserer knapp 500 Mitarbeiter setzen. Eine wichtige Rolle spielt für uns die weitere Differenzierung unseres Angebots. Wir haben in den letzten beiden Jahren verschiedene Sonderflächen und -räume aufgebaut, die wir für unsere „IM.Logistic“-Services nutzen. Dies darf aber nicht davon ablenken, dass die Volume-Distribution auch langfristig die starke Basis unseres Geschäftsmodells darstellen wird.

Inwieweit wirkt sich das Thema Value auf die Distribution und die daran angeschlossenen Logistik- und Service-Prozesse aus?

Weinfurtner: Gerade als Broadline-Distributor arbeiten wir seit Jahren daran, unser Angebot über klassische Logistikleistungen hinaus zu erweitern. Beim Thema Assemblierung, das als Vorreiter in der Entwicklung von erweiterten Logistikservices gelten kann, stellen wir eine Veränderung der Nachfrage fest; weg vom „klassischen“ Assemblieren von Servern oder Rechnern, hin zu neuen Assemblierungslösungen für Smart-phones und Tablet-PCs. Neue Märkte wie das Gesundheitswesen, die Energieversorgung und auch die Logistik haben große Potenziale in Bezug auf individuelle Lösungen. Wir assemblieren heute Tablet-PCs oder iPods für die unterschiedlichsten Anwendungen in der Logistik bis zum Einsatz in Outdoor-Umgebungen. So werden iPads wasserdicht oder iPods zu Handscannern. Selbstverständlich bieten wir auch weiter die individuelle Konfiguration von Servern, PCs und Workstations an.

Welche Services bieten Sie Ihren Partnern bereits jetzt an und wohin geht die Entwicklung?

Der Fokus liege darauf, das „Angebot stärker zu standardisieren, so dass die Services mit festen Preisen und Artikelnummern über unser Bestellsystem ,IM.order‘ buchbar sind“, erklärt Richard Weinfurtner, Director Customer & Logistic Services.
Der Fokus liege darauf, das „Angebot stärker zu standardisieren, so dass die Services mit festen Preisen und Artikelnummern über unser Bestellsystem ,IM.order‘ buchbar sind“, erklärt Richard Weinfurtner, Director Customer & Logistic Services.

Weinfurtner: Die Palette unserer Services ist groß und wird beständig erweitert. Im Rahmen unserer Projektservices bieten wir auf Anfrage viele individuelle Services an. Unser Hauptaugenmerk liegt im Moment darauf, unser Angebot stärker zu standardisieren, so dass die Services mit festen Preisen und Artikelnummern über unser Bestellsystem IM.order buchbar sind. Sprich, wir verfügen über eine gute Basis und müssen nun dafür sorgen, dass bei unseren Hersteller- und Resellerpartnern noch bekannter wird. So gehören das Bündeln verschiedener Produkter, Labeling beispielsweise mit Sicherheitsetiketten und Staging, das Aufspielen von Software, zu unseren zentralen Services. Auch für Services wie das Aufladen von Batterien oder den Austausch von durch Fertigungsfehler defekten Bauteilen können sich unsere Partner an uns wenden. Im Frühjahr 2012 haben wir eine neue Sonderfläche eingerichtet und können nun auf 1500 Quadratmetern auch kurzfristig Aufträge jeder Größe erledigen. Ein staubfreier Raum für die Integration empfindlicher Komponenten und die Laminierung von Sicht- und Blendschutzfolien steht bereit. Individuell konfigurierte Systeme werden innerhalb von 48 Stunden nach Bestellung ausgeliefert. So unterstützen wir auch kleine Reseller, die ihren Kunden maßgeschneiderte Systeme bieten wollen, ohne selbst in Hardware oder Personal investieren zu müssen.

www.ingrammicro.de

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