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Egropa kooperiert mit Soft-Carrier

Die in Heilbronn ansässige Einkaufsgenossenschaft mit derzeit 25 PBS-Großhändlern hat Ende Juni eine Vereinbarung über eine intensive Zusammenarbeit mit dem Distributor Soft-Carrier unterzeichnet.

Schlank und kostenoptimiert: das Soft-Carrier-Logistikzentrum in Trierweiler
Schlank und kostenoptimiert: das Soft-Carrier-Logistikzentrum in Trierweiler

Demnach wird den Egropa-Mitgliedsunternehmen die aktive Nutzung der Soft-Carrier-Handelsbausteine wie MarkenShop, WebShop, ShopShop, Sortimentsaktionen und einiges mehr angeboten und ermöglicht.

Kernpunkt der zum 1. August startenden Kooperation ist die Bündelung von Beschaffungsvolumina. Dabei sollen sich die Mitglieder auf die Sortimente des MarkenShops konzentrieren, „sofern diese unter Markt- und Wettbewerbsbedingungen Ertrags- und Kostenvorteile ergeben“, so Egropa-Vorstand Wolfgang Greven zur Vereinbarung.

Die Genossenschaftszentrale habe sich dabei ganz bewusst für einen der führenden, neutralen und unabhängigen Distributionspartner mit ausgewiesener Logistik- und Marketingkompetenz entschieden, der sich zudem auf Markenprodukte konzentriere und keine Eigenmarken-Strategie verfolge. Für Wolfgang Greven geht es insbesondere darum, die Mitglieder entsprechend ihrer heterogenen Struktur wettbewerbsfähiger zu machen und in diesem Zusammenhang Prozessoptimierung zu betreiben und Kostenvorteile zu nutzen. Dabei kann das gesamte Leistungsangebot von Soft-Carrier „je nach Bedarf“ genutzt werden. „Unsere Mitglieder sollen den Rücken frei bekommen, um sich auf die Kunden- und Marktbearbeitung konzentrieren zu können“, so Greven.

Synergieeffekte nutzen (v.l.): Monika Veit, Wolfgang Greven und Thomas Veit bei der Vertragsunterzeichnung
Synergieeffekte nutzen (v.l.): Monika Veit, Wolfgang Greven und Thomas Veit bei der Vertragsunterzeichnung

Die Kooperation verfolgt darüber hinaus grundlegende strategische Ziele, wie Soft-Carrier-Geschäftsführer Thomas Veit betont. So erhalten die Egropa-Mitglieder im Rahmen einer jährlichen Unternehmertagung die Gelegenheit, sich mit der Soft-Carrier-Führungsmannschaft über Erfahrungen und Optimierungen auszutauschen und einen gemeinsamen stragegischen Handlungsplan für das darauffolgende Jahr zu entwickeln. Halbjährlich wollen sich der Distributor und die Egropa-Zentrale über die Entwicklung beraten und das Maßnahmenpaket für die folgenden sechs Monate konkret abstimmen.

Wolfgang Greven, der im Mai des vergangenen Jahres als Vorstand die Führung der Genossenschaft übernahm, hat im Zuge der Neupositionierung alte Feindbilder auf Großhandelsseite über Bord geworfen. Soft-Carrier hat sich dabei mit einem umfassenden, auf Prozesskostenoptimierung ausgerichteten Leistungsangebot mit klarer Internetaffinität im Markt etabliert. Eine Erfolgsgeschichte ist das MarkenShop-Konzept, das aktuell von mehr als 4000 Fachhändlern genutzt wird. Mit inzwischen knapp 80 namhaften Marken-Herstellern soll der Fachhändler sein Geschäftsfeld mit Marken-Produkten erweitern und festigen, so das Konzept.

Darüber hinaus setzt der Distributor verstärkt auf komplette Markenwelten. Das neue Shop-in-Shop-System soll dem Händler neue Möglichkeiten eröffnen, sich in einem Sortiment mit fast 60 000 Artikeln zurechtzufinden. Nach dem Start der beiden Themen-Shops „Display und POS-Material“ und „Verpacken und Versenden“ ist mit Elba der erste MarkenShop auf Lieferantenseite online.

Nachgefragt ...

... bei Thomas Veit

Soft-Carrier scheint immer wieder für eine Überraschung gut. Was versprechen Sie sich von der Zusammenarbeit mit einer Genossenschaftszentrale?

Offen für den Meinungsaustausch: Soft-Carrier-Geschäftsführer Thomas Veit
Offen für den Meinungsaustausch: Soft-Carrier-Geschäftsführer Thomas Veit

Hier sollten Sie die Überraschung schon bei der Egropa ansiedeln. Ausnahmsweise stammt diese Idee mal nicht von uns. Für eine Zusammenarbeit ist die Egropa auf uns zugekommen. Wahrscheinlich ist das gar nicht mal so spektakulär zu bewerten, wie es zunächst den Anschein hat. Vielmehr sind hier klar die Vorzüge von Soft-Carrier gegenüber ähnlich aufgestellten Wettbewerbern von der Egropa bewertet worden. Andererseits haben bereits die ersten Egropa-Mitglieder schon seit Jahren mit uns zusammengearbeitet, unabhängig von wie auch immer lautenden Nachreden und Bedenken. An den agilsten, modernsten und sicherlich auch zukünftig attraktivsten Marktteilnehmer hat sich nun eine ganze Bedarfsgemeinschaft gewendet. Die Zusammenarbeit erfolgt letztlich zwischen Soft-Carrier und den Mitgliedern, wohl weniger zwischen uns und der Genossenschaftszentrale, was natürlich nicht ausschließt, dass diese weitgehend mit integriert sein wird. Uns motiviert in erster Linie die Aussicht, ganz nah am Kunden miterleben zu dürfen, wie sich die Veränderungen in den Strukturen des Marktes auswirken. Spannend empfinden wir hierbei insbesondere die Erkenntnis: Es gibt sie tatsächlich, Handelsunternehmen der Branche, die sich den Veränderungen des Marktes stellen wollen, ihr Geschäftsmodell an neue Kunden anpassen und dabei leistungsfähige Angebote eines schlanken Distributors vorteilhaft für sich nutzen.

Worin besteht Ihrer Meinung nach der Mehrwert für die Egropa-Mitglieder?

Wir haben aus den Gesprächen verstanden, dass zahlreiche Egropa-Mitglieder die Vorzüge einer leistungsfähigen Logistik nutzen wollen, bedarfsgerecht und risikoarm einkaufen möchten, gleichzeitig aber über leistungsfähige Listungen ihren Kunden ein kompetentes Programm anbieten wollen. Da ist Soft-Sarrier ein idealer Partner. Längst haben viele der Mitglieder die Arbeit mit dem gewerblichen Kunden aufgrund ihrer meist auch anderweitigen Aktivitäten zum Inhalt gemacht. Nur noch selten wird der Bürofachhandel bedient. Diese sich vollziehende Strukturveränderung durch Ausgliederung und Auflösung von eigenen, mittelbindenden Logistikanstrengungen, Nutzung von externen Marketingleistungen und Konzentration auf das Wesentliche, den Verkauf und somit den Kunden, ergibt eindeutig einen Mehrwert für die Egropa-Mitglieder. Frei werdende Kapazitäten der Zentrale für Beratung, Hilfe und Unterstützung der Mitgliedsunternehmen bei den unvermeidbaren Anpassungen empfinde ich ebenfalls als einen beachtenswerten Mehrwert. Wir haben miteinander vereinbart, dass es jährlich mehrfach Unternehmergespräche geben wird, die sowohl für die Mitglieder des Verbandes als auch für die Vertreter der Genossenschaft offen sind. Diese Form des Austausches hat sich in den letzten Jahren als ein optimaler Weg bewährt, Wege und Methoden für die Zusammenarbeit zu optimieren und Ideen auszutauschen, wie Kunden besser bedient werden können.

Ist diese Art der Zusammenarbeit eine Option auch für andere Gruppen?

Wer diese Formen der Kommunikation mit Soft-Carrier in der Vergangenheit kennen gelernt hat, entwickelte im Nachgang mit uns meist ein sehr gutes Geschäft mit den Vorzügen unserer Leistungen. Ob andere Gruppen solche Wege mit uns gehen mögen, kann ich nicht beurteilen. Wir stehen solchen Vorhaben jedoch offen gegenüber.

www.egropa.de

www.softcarrier.de

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