BusinessPartner PBS
Der Mercateo „Supplier Day“ in der Alten Handelsbörse in Leipzig
Am historischen Ort der Alten Handelsbörse in Leipzig diskutierten die mehr als 100 Teilnehmer beim Mercateo „Supplier Day“ über die Digitalisierung der Beschaffungsprozesse und die Herausforderung, im Plattformgeschäft als Anbieter die eigenen Kunden zu binden.

Mercateo „Supplier Day“: Digitaler Wandel setzt Händler unter Zugzwang

Am 05. Mai lud Mercateo B2B-Lieferanten zum „Supplier Day“ nach Leipzig, um über die Digitalisierung der Beschaffungsprozesse zu diskutieren. Mit einem neuen „Händler-Onlineshop“ positionierte sich E-Commerce-Spezialist dabei als neutrale Transaktionsplattform.

Der Mercateo „Supplier Day" bot den Teilnehmern nicht nur einen ganzheitlichen Überblick über die veränderten Handelsstrukturen, sondern auch die Möglichkeit miteinander ins Gespräch zu kommen.
Der Mercateo „Supplier Day" bot den Teilnehmern nicht nur einen ganzheitlichen Überblick über die veränderten Handelsstrukturen, sondern auch die Möglichkeit miteinander ins Gespräch zu kommen.

Über 100 Händler und Hersteller darunter Staples Deutschland, Fujitsu Technology Solutions oder Kyocera Document Solutions kamen zum Mercateo „Supplier Day in die Alten Handelsbörse nach Leipzig, um sich über die Entwicklungen im B2B-E-Commerce und die Potenziale des Online-Marktplatzes zu informieren. „Unternehmen decken ihren Bedarf immer häufiger online. Der digitale Wandel ändert die Beziehung zwischen Händler und Kunden auch dort, wo bisher durch Beratungsbedarf der persönliche Kontakt die Kundenbindung gesichert hat“, erklärt Lars Schade, Geschäftsführer Lieferantenmanagement bei Mercateo. Diese Entwicklung stellt Lieferanten heute vor neue Herausforderungen, um sich am Markt weiter zu behaupten.

Der Mercateo „Supplier Day“ bot den Teilnehmern einen ganzheitlichen Überblick über die veränderten Handelsstrukturen. „Wir wollten ein Bewusstsein bei den Händlern schaffen, dass der Wandel hin zu Industrie 4.0 große Chancen bringt. Die Zukunft heißt Vernetzung. Jeder muss verstehen, nach welchen Kriterien er die entstehenden Netzwerke richtig bewertet und sich mit ihnen stärken kann“, erklärt Schade die Intention der Veranstaltung.

Durch die Fachvorträge wurden dabei ganz unterschiedliche Perspektiven aufgezeigt. Martin Groß-Albenhausen, Geschäftsführer der BEVH Services GmbH, sprach dabei unter anderem über die Veränderung des Einkaufens: „Weder Hersteller noch Kunden brauchen heute einen Händler klassischer Art. Dadurch gerät der Händler doppelt unter Druck: Hersteller erleben, dass sie besser direkt mit dem Kunden, vermittelt über Suchmaschinen oder Marktplätze oder eigene E-Commerce-Aktivitäten, in Kontakt kommen. Kunden erleben, dass sie das breiteste und tiefste Sortiment häufig direkt beim Hersteller erhalten. Händler müssen daher einen neuen Mehrwert finden.“

Veränderte Anforderungen an Lieferanten

Marcus Eisele, Gruppenleiter Beschaffungsprozesse und -controlling, MVV Energie AG, sprach aus der Sicht eines Großkunden. Digitalisierte Beschaffungsprozesse schaffen neue Transparenz im Einkauf. Statt einer historisch gewachsenen Vielzahl an Lieferanten konzentriert sich der Kunde auf die vereinheitlichte digitale Anbindung sorgfältig ausgewählter Partner. Die konsequente Nutzung einer Plattform erhöht zugleich die Flexibilität. „Die Anforderungen an die Lieferanten haben sich verändert. Als Kunde erwarten wir nicht nur günstige Preise, sondern legen Wert auf Prozesse und Systemintegration“, verdeutlicht Eisele die aktuelle Entwicklung. Wie sehr das Thema Systemintegration die anwesenden Händler beschäftigt, wurde in der nachfolgenden Diskussionsrunde deutlich.

Im letzten Teil der Veranstaltung stellte Mercateo-Vorstand Sebastian Wieser neue Wege vor, Mercateo als Transaktionsplattform zur Geschäftsabwicklung für die eigenen Kunden zu nutzen. Mit dem Anbieterservice „Mercateo Händler-Onlineshop“ nehmen B2B-Händler auf Knopfdruck einen Onlineshop unter ihrer eigenen Händlermarke in Betrieb. Sie erhalten so Zugang zum vollen Spektrum der bewährten effizienten B2B-Abwicklungsprozesse der Mercateo-Plattform. Die Vorteile, die anhand von Anbieterbeispielen demonstriert wurden, beschreibt Wieser: „Lieferanten, die ihre Kunden über Mercateo bedienen, haben die Themen Digitalisierung und Systemintegration auf Dauer gelöst und entlasten sich zusätzlich im kaufmännischen Bereich. Der Händler wird mit seinem neuen Onlineshop alle B2B-Abwicklungsthemen wie Rechnungskauf und Zahlungsziele los und kann sich voll auf seine wertschöpfenden Leistungen konzentrieren. Das ist mit Blick auf die Zukunft wie ein Befreiungsschlag.“

Lars Schade, Geschäftsführer Lieferantenmanagement bei Mercateo
Lars Schade, Geschäftsführer Lieferantenmanagement bei Mercateo

„Händler sind durch Modelle wie Amazon in Zugzwang geraten. Im Geschäftskunden-Bereich kommen Themen wie Industrie 4.0 noch dazu. Mit dem Mercateo ‚Supplier Day’ konnten wir den Händlern einen Weg aufzeigen, wie sie den Wandel im B2B-Handel für sich nutzen und im Thema ‚Plattform‘ die Beziehung zu ihren Kunden stärken können“, resümiert Schade die Veranstaltung.  

Kontakt: www.mercateo.com/corporate, www.mercateo.com 

Verwandte Themen
Auf einer eigenen Internetseite wirbt Amazon um Zusteller in Berlin, weitere Standorte in Deutschland sollen folgen.
Amazon setzt bei Zustellung auf "freie Mitarbeiter" weiter
Deutsche Post DHL informiert über Änderungen bei Versand von Warenlieferungen in Briefen. (Bild: Deutsche Post DHL)
Internationaler Versand von Waren in Briefen weiter möglich weiter
Sechs von zehn Befragten, die an der „Cyber Week“ teilnehmen, haben dadurch ihre Gesamtumsätze in der Weihnachtszeit erhöht. (Grafik: ECC Koeln, eBay)
Weihnachtsumsatz verschiebt sich in Richtung „Cyber Week“ weiter
Amazon-Logistikzentrum in Leipzig: Der BVOH berichtet von Unregelmäßigkeiten bei den Auszahlungen an Marktplatzhändler. (Bild: Amazon)
Amazon zahlt Händlern Gelder nicht aus weiter
Amazon Business ist mit kostenlosen Premium-Versand für Prime-Mitglieder gestartet.
Mit kostenlosem Premium-Versand gestartet weiter
Prognose von ibi research: der E-Commerce-Anteil am Einzelhandelsumsatz könnte sich bis 2023 auf knapp 20 Prozent verdoppeln.
Anteil am Einzelhandelsumsatz könnte sich verdoppeln weiter