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„Spiegel“ thematisiert Supplies-Fälschungen

  • 14.11.2012
  • Monitor
  • Stefan Syndikus

In seiner aktuellen Ausgabe thematisiert das Hamburger Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ die immer stärkere Verbreitung von gefälschten Tonern in Deutschland.

Als Indiz dafür gilt der Polizeieinsatz in Heusenstamm bei Frankfurt am Main im Juli, bei dem eine Fälscherwerkstatt ausgehoben wurde, die massenweise gefälschte Tonerprodukte hergestellt hatte (wir berichteten). Als weiteren Hinweis wertet der „Spiegel“-Autor den Fall jener rheinland-pfälzischen Behörde, die in einer Ausschreibung ausdrücklich neue Produkte anderer Hersteller einbezogen hatte, obwohl für die benötigten Lexmark-Toner gar keine legalen Nachbauten existieren. Über die wirkliche Verbreitung illegaler Supplies gibt es gegenwärtig nur Schätzungen: Nach Angaben des Magazins beherrschen die Originalhersteller ungefähr vier Fünftel des legalen Supplies-Geschäfts in Deutschland, ein Markt der rund 2,4 Milliarden Euro im vergangenen Jahr ausmachte. Das restliche Fünftel des Marktes verteile sich auf Hersteller wie KMP, Pelikan oder Embatex.

Christian Wernhart, der Präsident des Branchenverbandes Etira (European Toner and Inkjet Remanufacturers Association), kündigte im Magazin juristische Schritte gegen Distributeure von Toner-Klones an (Bericht des BusinessPartner im Juli). Auch die Originalhersteller arbeiten mit Abmahnungen gegen Händler, die patentrechtverletzende Supplies in Umlauf bringen. Das Magazin verweist beispielsweise auf jenen Fall, in dem sich Canon mit einem Hersteller aus Deutschland außergerichtlich geeinigt hatte (wir berichteten).

Kontakt: www.etira.org

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