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„Chancen zur positiven Differenzierung nutzen“

Wer Trodat-Stempel einsetzt, kann mittlerweile davon ausgehen, dass sie überwiegend klimaneutral produziert worden sind. Der Hersteller setzt aus Überzeugung auf dieses Thema und sieht beim Fachhandel noch Nachholbedarf, die Kunden entsprechend aufzuklären.

Seine Bestseller bietet Trodat „serienmäßig klimaneutral“ an.
Seine Bestseller bietet Trodat „serienmäßig klimaneutral“ an.

Trodat setzt seit mehreren Jahren auf das Thema „Klimaneutralität“ und hat seine Produktpalette entsprechend umgestellt. Die Einführung des „Printy 4.0“ auf der Paperworld 2011 war der erste Schritt – mit der Umstellung auf serienmäßig klimaneutrale Produkte in den Produktlinien „Professional“, „MultiColor“ und „Printy“ zu Jahresbeginn 2013 ging das Unternehmen die nächsten Schritte. „Die Rückmeldungen aus dem Markt sind sehr positiv“, erklärt Wolfgang Friesacher, Marketingleiter der Trodat Vertriebsgesellschaft. Als Marktführer prüfe man frühzeitig Trends und setze sie nachhaltig um. „Anstatt nur eine oder mehrere ‚grüne‘ Nebenproduktlinien einzuführen, wurden mehr als zwei Drittel aller von Trodat verkauften Stempel auf ‚serienmäßige‘ Klimaneutralität umgestellt.“ Die Kunden erhalten quasi automatisch ein klimaneutrales Produkt. Trodat folgt dabei der Maxime: „Umweltschutz und Klimaschutz sollten keine Option sein, sondern zum Standard werden.“

Die Produktlinien, die auf Klimaneutralität umgestellt wurden, leisten einen wichtigen Beitrag zum Geschäftserfolg. Auch, wenn Trodat keine Verkaufszahlen nennt, so heißt es aus dem Unternehmen, dass die Verkaufsmengen quer durch alle Produktgruppen gesteigert werden konnten. „Der Fachhandel kann davon profitieren, indem er das Sortiment umweltfreundlicher Produkte aktiv vermarktet“, unterstreicht auch Roland Rier, der Geschäftsführer Trodat Vertrieb Deutschland: „Trodat bietet das umfassendste Sortiment an umweltfreundlichen Produkten in der Branche. Der Fachhandel und die Stempelproduzenten müssen keine zusätzlichen Produkte auf Lager legen, um ihren Kunden eine umweltverträgliche Lösung anzubieten. Sie können somit ihre Lagerhaltung minimieren und Kosten sparen.“ Marketingleiter Wolfgang Friesacher weist auf die Geschäftspotenziale einer intensiveren Vermarktung durch den Fachhandel hin: „Für den Bürofachhandel bietet die steigende Nachfrage nach umweltschonenden Produkten eine große Chance, um sich in diesem Bereich als kompetente Anlaufstelle zu positionieren. Die Messgröße CO­2 und somit CO2-Neutralität wird nun auch im PBS-Bereich verstärkt als Bewertungskriterium verwendet.“

Roland Rier, Geschäftsführer Trodat Vertrieb: „Trodat bietet das umfassendste Sortiment an umweltfreundlichen Produkten in der Branche.“
Roland Rier, Geschäftsführer Trodat Vertrieb: „Trodat bietet das umfassendste Sortiment an umweltfreundlichen Produkten in der Branche.“

Das bestätigt auch Hildegard Aichberger, Leiterin des WWF Österreich. In einem Gespräch mit dem Trodat-Geschäftsführer Markus Würcher machte sie auf einen Trend aufmerksam: „In den vergangenen Jahren haben sich Vorbildunternehmen verstärkt mit den Themen Umwelt- und Klimaschutz profiliert. Dabei kristallisiert sich die CO2-Fußabdruckreduktion als zentrales Ziel heraus.“ Immer mehr Unternehmen gehen mittlerweile sogar noch einen Schritt weiter und bieten ihre Produkte klimaneutral an, indem sie die verbleibenden CO2-Emissionen durch Investitionen in Klimaschutzprojekte kompensieren. Zunächst differenzierten sich vor allem Unternehmen der Papier- und Druckereibranche, inzwischen sind große Unternehmen anderer Branchen auf diesen Zug aufgesprungen.

Kohlendioxid ist das wichtigste Klimagas. Während es vor der Industrialisierung und der massenhaften Verbrennung von Kohle, Öl und Gas in einer Konzentration von 0,02 bis 0,03 Prozent in der Atmosphäre vorhanden war, sind es mittlerweile rund 33 Prozent mehr. „Der damit einhergehende Temperaturanstieg von mehr als zwei Grad Celsius kann unsere ganze Lebensgrundlage gefährden“, erklärt Aichberger. Vegetationsperioden können sich verändern, der Wasserkreislauf betroffen sein. Seit 1990 habe sich die Zahl klimabedingter Katastrophen verdoppelt.

Wolfgang Friesacher, Leiter Marketing Deutschland bei Trodat: „Die Rückmeldungen aus dem Markt sind sehr positiv.“
Wolfgang Friesacher, Leiter Marketing Deutschland bei Trodat: „Die Rückmeldungen aus dem Markt sind sehr positiv.“

Zum strategischen Ansatz von Trodat sagt sie: „Der von Trodat gewählte Weg, seine Hauptprodukte klimaneutral anzubieten ist genau der richtige.“ Mit seinen ambitionierten Zielen beim Klimaschutz qualifiziere sich Trodat als Vorzeigeunternehmen. „Im Klimaschutz ist Vorbildwirkung extrem wichtig“, sagte die WWF-Österreich-Chefin – ein Satz, der sich auch auf Fachhandelsunternehmen anwenden lässt. Trodat will sich auch in Zukunft als modernes Unternehmen profilieren. Der Hersteller aus Österreich hat sich dazu das Ziel gesetzt, seinen CO2-Fußabdruck bis 2020 weiter um 30 Prozent zu reduzieren, so Markus Würcher. „Damit übertrifft Trodat alle derzeit von der Politik vorgegebenen Ziele und beweist, die Themen Umwelt- und Klimaschutz nicht nur als Kommunikationsinstrument nutzen zu wollen, sondern aus Überzeugung zu leben“, kommentiert Hildegard Aichberger. Trodat qualifiziere sich nicht nur als Vorzeigeunternehmen innerhalb der Büroartikelbranche, das Ziel sei auch international herausragend.

www.trodat.de

Trodat mit ambitionierten Klimaschutz-Zielen

Die EU-Kommission hat in ihrer Klimaschutz- und Energiepolitik das so genannte „20-20-20-Ziel“ festgeschrieben:

• Bis 2020 müssen die Treibhausgasemissionen mindestens um 20 Prozent gegenüber 2005 reduziert werden.

• Der Anteil an erneuerbaren Energien (Wind, Sonne, Biomasse und andere) muss auf 20 Prozent steigen (2011 waren es rund 13 Prozent).

• Die Energieeffizienz muss ebenfalls um 20 Prozent steigen.

• Der Energieverbrauch bei gleichbleibender Wirtschaftsleistung muss um 20 Prozent gesenkt werden.

Trodat hat sich ein höheres Ziel gesetzt: Bis 2020 soll der CO2-Fußabdruck um 30 Prozent sinken. „Um ein solches Ziel erreichen zu können, ist es auch unumgänglich, den CO2-Fußabdruck seiner Hauptprodukte auf ein Minimum zu reduzieren und so sein Kerngeschäft dem Umwelt- und Klimaschutz zu verschreiben, das heißt systematische Veränderung anzustreben“, so Markus Würcher, Geschäftsführer Trodat in einem Gespräch mit der Leiterin des WWF Österreich, Hildegard Aichberger. Sinnvoll seien vorrangig Maßnahmen, deren Auswirkungen aufgrund der relativ höheren Absatzmengen signifikant sind, sagte die WWF-Leiterin.

Hildegard Aichberger, Leiterin WWF Österreich, und Markus Würcher, Geschäftsführer von Trodat: CO2-Reduktion rückt in den Mittelpunkt nachhaltig arbeitender Unternehmen
Hildegard Aichberger, Leiterin WWF Österreich, und Markus Würcher, Geschäftsführer von Trodat: CO2-Reduktion rückt in den Mittelpunkt nachhaltig arbeitender Unternehmen

„Wahre Umwelt- und Klimaschutzorientierung manifestiert sich aus unserer Sicht darin, dass Unternehmen ihr Hauptgeschäft, das heißt ihre Standardprodukte dem Umwelt- und Klimaschutz verschreiben und so den positiven Effekt für Umwelt und Klima maximieren.“ Der von Trodat eingeschlagene Weg, seine Hauptprodukte klimaneutral anzubieten, sei daher genau der richtige und aufgrund des positiveren Klimaeffektes dem Angebot grüner Nebenproduktlinien eindeutig vorzuziehen. Serienmäßige Klimaneutralität biete die einzige Möglichkeit, eine CO2-freie Wirtschaft bis 2050 zu realisieren und so das Zwei-Grad-Celsius-Ziel zu erreichen. „Im Klimaschutz ist Vorbildwirkung extrem wichtig“, fügt die WWF-Leiterin hinzu. „Ich hoffe, dass sich die anderen Unternehmen ein positives Beispiel an Trodat nehmen und Maßnahmen zur Reduktion ihres CO2-Fußabdrucks ergreifen. Nur so können wir das Ziel der CO2-freien Wirtschaft bis 2050 erreichen.“

www.wwf.at

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