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Papierhersteller im Umbruch

Papierfabrik von Metsä Board im schwedischen Husum: Hier werden die bekannten Büropapiere produziert.
Papierfabrik von Metsä Board im schwedischen Husum: Hier werden die bekannten Büropapiere produziert.

Während der letzten Jahre hat Metsä Board (vormals noch unter dem Namen M-real) einen strukturellen Wandel vollzogen, um seine Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit zu sichern. Der Hersteller der Büropapiere „Data Copy“, „Logic“ und „Save“ hat etliche Einschnitte machen müssen, um Verluste zu begrenzen: Das defizitär arbeitende Werk im französischen Alizay wurde geschlossen, in Gohrsmühle soll nur noch das profitable „Chromolux“-Geschäft verbleiben und nicht zuletzt ist auch die Produktion gestrichener Papiere von Restrukturierungen betroffen: So wurde die Rollenpapierproduktion im finnischen Äänekoski geschlossen und in das schwedische Husum verlagert. Außerdem war die Reflex-Fabrik im Februar an Hahnemühle verkauft worden. Nach der Reduzierung von Standorten und Verschlankung der Organisation ist Metsä Board nun kleiner und flexibler und zielt dabei auch auf spezialisierte Qualitätsprodukte – beispielsweise für den Highspeed-Inkjetdruck. Das Unternehmen will dafür künftig enger mit den Geräteherstellern (OEMs) zusammenarbeiten, um Rollen- und Büropapiere noch besser an die Anforderungen der technischen Verarbeitung anzupassen. Metsä Board produziert in der Papierfabrik Husum in Nordschweden und am Standort Kaskinen in Finnland. Der Standort Husum gilt als eine der modernsten und umweltfreundlichsten Papierfabriken in Europa. Ein Beispiel für die hohe Umwelteffizienz ist der niedrige CO2-Ausstoß der Fabrik: Liegt der durchschnittliche Ausstoß der zehn führenden Papierhersteller bei 318 kg/t, so erreicht die Papierfabrik Husum bei der Herstellung des Büropapiers „Data Copy“ einen Wert von 50 kg/t. Das Büropapier „Save“ ist ein weiteres Beispiel, wie der Rohstoff Holz effizient und nachhaltig eingesetzt wird: So verbraucht „Save“ nach Herstellerangaben 19 Prozent weniger Holz, 38 Prozent weniger Wasser und 18 Prozent weniger Energie als herkömmliche 80 g/m2-Kopierpapiere. Ende März haben die Mitgliedern der Hauptversammlung die Umbenennung von M-real in Metsä Board beschlossen. Das Unternehmen teilt sich nun in die Geschäftsbereiche „Paperboard“ sowie „Paper and Pulp“. Aus M-real Office Papers wurde entsprechend Metsä Board Paper and Pulp. Der neue Name geht auf einen alten zurück: Erst seit 2001 gibt es M-real, zuvor hieß der Konzern Metsä-Serla Oy.

www.metsaboard.com

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