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Tinte: die bessere Alternative

Preisdruck und illegale Nachbauten kennzeichnen das Supplies-Geschäft. Frank de Jonge vom Tintenhersteller Sensient Technologies weiß, wie wichtig es für Händler ist, sich über Qualität zu vernünftigen Preisen zu differenzieren.

Der Supplies-Markt ist nach wie vor hart umkämpft. Welche Trends erkennen Sie, wenn es um das Thema Druckerzubehör geht?

Frank de Jonge, European Business Unit Manager beim Tintenhersteller Sensient Technologies
Frank de Jonge, European Business Unit Manager beim Tintenhersteller Sensient Technologies

Durch die Wirtschaftskrise hat der Markt für Alternativprodukte einen erheblichen Aufschwung verzeichnet. Preisbewusste Käufer haben vor allem Alternativprodukte von Markenfirmen schätzen gelernt. Nach guten Erfahrungen damit versuchen einige Verbraucher nun, mit Importprodukten noch mehr Geld zu sparen. Wir würden uns wünschen, dass diese Kunden zum hochwertigen Alternativprodukt zurückkehren und nicht zum teuren Original. Ein weiterer Trend ist, dass die großen europäischen Hersteller ihre Marktposition weiter festigen. Langfristig haben kapitalstarke Firmen die besten Chancen, den Wettbewerb mit asiatischen Billiganbietern durchzustehen sowie den technischen Hürden der OEMs die Stirn zu bieten. Auch Systemlieferanten wie Compatech haben gute Chancen, weil sie einem breiten Publikum zeitnah hochwertige Produkte und Informationen liefern und damit auch kleineren Anbietern die Möglichkeit bieten, sich auf Augenhöhe mit starken Mitbewerbern zu behaupten. Zu einem immer ernsteren Problem wird der Anteil gefälschter Hardcopy-Supplies nicht nur bei Tonern, sondern auch bei Tintenpatronen. Vor allem über Internetshops werden gefälschte Nachbauten, oft als Recycling- oder Originalprodukt getarnt, zu attraktiven Preisen angeboten. Der ehrliche Wiederverkäufer kann sich dem erwehren, indem er Recyclingpatronen von namhaften Anbietern verkauft und seine Kunden über die strafrechtlichen Folgen von Markenschutzverletzungen und irreführender Kennzeichnung aufklärt.

Welche Bedeutung hat das Thema Nachhaltigkeit, und wie schätzen Sie die von verschiedenen Herstellern forcierten „Biotoner“-Produkte ein?

Biotoner ist ein beachtenswerter Versuch, an den viel diskutierten Tonersymptomen herumzukurieren. Das sollte jedoch nicht den Blick darauf verstellen, dass Inkjet-Druck in jeder Beziehung die bessere Alternative zu Laserdruck darstellt. Der Trend zu bürofähigen Inkjet-Druckern unterstreicht die Vorteile von Tinte gegenüber Toner: Kein lungengängiger Partikelstaub, geringere Kosten pro Seite, bessere Druckqualität und deutlich niedrigere Energiekosten sind nur die vier wichtigsten Argumente für Inkjet-Druck. Zusammengefasst beschreibt der Begriff „Nachhaltigkeit“ die Vorteile von Inkjet-Druck gegenüber Laser am besten. Sobald seitenbreite Druckköpfe in Desktop-Druckern verfügbar sein werden, gibt es auch den Geschwindigkeitsvorteil von Laserdruckern nicht mehr.

Eine Untersuchung des Marktforschungsinstituts InfoTrends zeigt, dass die steigende Nachfrage nach Managed Print Services sich massiv auf den Supplies-Markt auswirkt. Welche Folgen hat dies für den Handel?

MPS gibt es schon seit vielen Jahren. Als Händler muss ich diese Konzepte verstehen, um entweder die Vorteile einer vertragsunabhängigen Verbrauchsmaterialbeschaffung zu argumentieren oder selbst Pauschalverträge anzubieten. Nicht vernachlässigen sollte man dabei, dass bei Verwendung von europäischen Recyclingpatronen sowohl ökologische als auch ökonomische Vorteile geschaffen werden können. Das gilt für den Verkaufspreis genauso wie für die eigene Marge.

www.sensientinkjet.com

www.compatech.de

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